NOPOET –worlds solution—

poetry by nicc cooling
März 28, 2008

Afrikas letzte Träne part1

Das Brummen der TseTse-Fliege beim Flug nordwärts übers Mittelmeer
Es war früher Nachmittag als die Tür der katholischen Kirche sich öffnete und zwei Afrikaner heraustraten, in die Lichtstrahlen der göttlichen Sonne. Im Anschluss traten vereinzelt, kleinere, Anzug tragende, dunkelhäutige Menschen, in Gruppen aus dem gesalbten Haus Gottes; alle tief in Gespräche verstrickt, in den verschiedensten Dialekten die in diesem Land gesprochen wurden. Die Gruppe die zuerst aus der Kirche getreten war, waren die Minister des Landes, angeführt wurden sie vom Präsidenten Ubulu und seinem engsten Vertrauten und Bruder, dem Finanzminister Ibrahim Ubulu. Ubulu war hart aber selbstgerecht, gleichgültig ob er nun einen italienischen Anzug, mit Gold-Brilliant-Manchetten trug, oder seine in Frankreich, vom teuersten Designer, entworfene Militäruniform. Ubulu verstand es geschickt, seine Diktatur in dem demokratischen Land auszuleben.
Erst vor kurzem hatte er aus Langeweile und Herrschsucht ein Gesetz erlassen das besagte: dass in jedem Haus, in welchem sich Menschen versammeln, er, der Präsident, und seine engsten Anhänger, im edelsten Sessel ganz vorn zu sitzen hatten, wenn es denn seine Absicht sei der Versammlung beizuwohnen, und er sie bei Missfallen, jederzeit, auflösen kann und sie eh und je illegal und rechtswidrig sei wenn er, der Präsident, nicht über sie informiert wäre; im Zusatz stand dann noch, dass er der erste und der letzte sei der das Gebäude, in dem jegliche Versammlungen abgehalten werden, betreten darf -auf Nichtachtung stand lange Folter und 10 Jahre Zuchthaus, oder, je nach schwere der Straftat und Wirtschaftsstand, ein schneller, erlösender Genickschuss.
Der Präsident Ubulu war sehr stolz auf seinen Gesetzesentwurf und schwelgte, nach der Niederschrift, in alter Erinnerung an sein Jura-Studium in Frankreich, dessen sein Vater, ein verbissener Geschäftsmann und Clan-Vorstand, ihn absolvieren lies, für viele blutige Dollar, aber davon später.
Vor kurzem war erst die katholische Kirche fertiggestellt worden, die der Papst persönlich geweiht hatte, nachdem beide, Papst und Präsident, die Übereinkunft getroffen hatten, die Glaubenshungrigen Christen des Landes, unter der Fahne des Vatikan, zu vereinigen. Die Verhandlungen hatten 2 Jahre gedauert, da Ubulu zuerst einen Vatikanischen Pass gefordert hatte und der Papst ihn lange davon abringen musste, dass selbst er, der Allmächtige selbst, nicht dazu befugt wäre alte Gesetze zu ändern und einem Muslim einen Status anzuerkennen, in dem man geboren oder erkoren sein musste. Verbissenen hatte Ubulu versucht den Papst mit einer Kathedrale, sehenswürdiger als der Petersdom selbst, vielleicht sogar aus purem Gold mit Edelsteinen besetzt, zu kaufen, aber der Papst kannte seine Grenzen und fürchtete die Presse die nicht mehr im Bann seiner Inquisition stand. Als dem afrikanischen Präsidenten, nach langen Verhandlungen, ein Europaweites Visum zugestanden wurde, welches jedoch die Skandinavischen Länder ausschloss, welche der Präsident wegen der saisonalen Kälte eh nicht mochte, willigte er ein und baute eine große Kapelle im Zentrum seiner Hauptstadt, wofür jedoch ein Krankenhaus hatte weichen müssen. Die anderen Kirchen des Landes musste vom Vatikan selbst finanziert werden, die aber auch nicht viel teurer waren als ein Mittelklassewagen, da der Arbeitseifer für Erlösung im Jenseits, auch bei Zweiflern, groß war.
Die Hauptkirche des Landes war natürlich die prächtige St. Abraham Chappel, die der Präsident liebend seinem Bruder gewidmet hatte. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Abraham eigentlich ein Prophet und kein Heiliger war, denn die Namensgebung war bei den langen harten Verhandlungen durchgesetzt worden. Das Wissen über diese Lüge würde eh lange Geheim bleiben, da die Schulen und die Universität, es gab nur eine aber dafür prächtige, streng durch den Bildungsminister, einem Cousin Ubulus, kontrolliert wurde. Man hatte von den Revolutionen Europas gelernt, und förderte den Analphabetismus wo man nur konnte. Er war ein sehr harter, strenger und energischer Präsident, dieser Ubulu.
Na ja, die Kirche jedenfalls war innen, um die Heiligkeit besser zu erahnen, aus Gold verkleidet, man hatte von einer äußeren Legierung abgesehen aus Befürchtung, die hungrigen Armen des Landes könnten Profit aus dem Abkratzen der Verkleidung schlagen und die Kirche müsste ständig erneuert werden. Die Decke der Kirche war mit Lapislazuliblau, Rubinrot gemalt worden. Es wurden tatsächlich Rubine aufwendig zerrieben und zusätzlich Rubinstaub, der in Wahrheit roter Granit war, teuer in der westlichen Welt eingekauft und roter Älfarbe beigemengt, da Ubulu sehr viel wert auf Status legte und ihn nichts mehr beglückte als zu sagen: dieses oder jenes koste sooooviel Dollar und dabei in die Augen der erfürchtigen Zuhörer zu blicken. Zurück zu den Augen der Heiligen in dem Deckengemälde. Die Augen und Fingernägel waren aus teurem Edelstein besetzt worden um die Heiligen besser zu verzieren oder besser gesagt, zu schmücken. Modell hatten die Minister und deren Frauen gestanden; sie stellten biblische Szenen da, von der Genesis und dem Exodus. Es war selbst Ubulu und seine Telefonate mit dem jetzigen Papst dargestellt, ein wenig verborgen natürlich, da Ubulu auch sich in seiner Bruderkirche, für die Zukunft, verewigen wollte, um auch die zukünftigen Betrachter ein Bild vom ehrwürdigen Ubulu zu geben. Er war sehr Pflicht- und Geschichtsbewusst, dieser Ubulu, und bewies seinen Humor dadurch, dass alle Heiligen und Ikonen, selbst der im Martyrium stehende Jesus, lächelten und lachten.
Das Taufbecken war aus reinem Platin gegossen worden, in dem der muslimische Präsident, als erster, seine Baptistentaufe empfangen hatte, allerdings war dafür der Beichtstuhl nur aus Ebenholz gefertigt worden, der Papst warnte Ubulu vor zu viel unnötigem Prunk. Natürlich gab es einen Militärposten vor der Kirche um die Heiligtümer vor ungläubigen Schaden zu bewahren.
Die Anordnung der Bänke war mit Schönheit und falschem Stolz gesetzt worden, welches mit bestem Verstand nicht zu verstehen war. Die Vorderste Bank war aus purem Gold, mit Diamant besetzten Initialien des Präsidenten und der Minister; es musste schließlich die Ordnung bewahrt werden in dem Haus Gottes, in dem sich die Betenden versammelten -ganz nebenbei, der oben angeführte Gesetzesentwurf galt natürlich auch in allen Gebets-Häusern des Landes, bis auf die Hauptmoschee des Landes, die keine zweihundert Meter Neben dem katholischem Gotteshaus stand, aber davon später.
Hinter der Staatsbank der Politiker befanden sich zwei Reihen, Edel geschnitzte Mahagonibänke, die nur geladenen Betern zur Verfügung stand und deshalb meistens bei der Predigt leer standen, gefolgt von 17, dass war die Lieblingszahl des Präsidenten, schönen aber einfachen Bänken, die 300 eng gerückten Gläubigen des Landes Platz boten. Soviel zum Glanz der gesalbten Kirche Afrikas.

Dem Präsidenten, wie gesagt: Muslim, war es ganz recht das die christlichen Gottestage auf den Sonntag fielen, den der Freitag war der Moschee gewidmet. Ubulu war muslimisch erzogen worden und hatte eine Heidenangst vor der ewigen Hölle im Jenseits. Wahrscheinlich wäre er auch noch Jude geworden und hätte Samstags gebetet, wenn in ihm nicht der Hass gegen das Volk Israels gepflanzt worden wäre. Nun ja, zurück zu oben.
Also Ubulu war gerade mit seinem Bruder, zur Erinnerung: Finanzminister, aus der Kirche getreten als das Telefon seines Bruders, mit einer wangnerischen Overtüre, zu läuten begann. Dieses Läuten besagte, dass der oberste General, Entschuldigung, der zweitoberste General, der oberste Herresführer war natürlich Ubulu selbst, anrief. Die Mitteilung war, dass ein Anführer einer Zelle der kommunistischen Rebellen, für den Preis eines neuen Tojota, verraten und gefangen genommen wurde. Der General, natürlich auch mit Ubulu verwandt – es wurde streng auf die Aufgabenverteilung der Landesführung geachtet, da man dieses Business möglichst lange in der Hand der Familie Ubulu halten wollte-, wollte nun wissen ob der Präsident selbst, oder der Bruder, bei den Folterungen und Verhören anwesend sein wollte. Ibrahim Ubulu gab dem Präsidenten das Mobiltelefon, eine Spezialanfertigung aus purem Gold natürlich, Gold und Diamanten waren, ganz nebenbei, der Hauptwirtschaftsfaktor des Landes. Ubulu verneinte nach kurzer Überlegung, denn er wollte seinen Heute neu erworbenen Seelenfrieden nicht mit dem Anblick seiner Greueltaten beschmutzen, und überließ seinem Bruder die Entscheidung über die Art und Weise, wie mit dem Landesverräter umzugehen sei. Der Bruder entschloss sich dem Verhör beizuwohnen, denn wichtige Informationen sollten nicht in die falschen Hände fallen. Afrikanische Politik war halt sehr anstrengend. Ubulus Bruder machte sich nach einem kurzem klärenden Gespräch, mit den Instruktionen vertraut, und eilte in Windeseile, in seiner gepanzerten Mercedeslimousine, der Leser ahnt es schon, natürlich vergoldet, davon.
Gold, ganz nebenbei, war die Lieblings- und Stammesfarbe der Ubulus und war selbst in der Flagge des Landes in 3 Formen dargestellt, aber davon später.

Das Seufzen eines Löwen beim Anblick einer goldenen Flinte

Als Ibrahim Ubulu die Militärbasis erreichte, salutierten die eifernden Soldaten, strammstehend, und öffneten schnellstens die Schranke, um dem Minister Einlass zu bieten. Seine goldene Limo wurde natürlich schon von weitem erkannt und flößte dem kleinsten bis höchst dekoriertem Gardisten Respekt ein. Sie kannten halt die Geschichten der ermordeten und respektloseren Soldaten, die ihren Ungehorsam durch einen langen und grausigen Foltertot bezahlt hatten.
Zurück zu Ibrahim. Der also raste, wie bereits erwähnt, in die Militärbasis, er liebte den gewaltigen Auftritt, Bescheidenheit war in dieser Familie nicht vorhanden, und schritt Stolz, nachdem der Chauffeur ihm geöffnet hatte, in die streng bewachte Basis.
Als er das Verhörzimmer, welches ein groteskes Kompliment für diese Folterkammer war, betrat, war der General und Cousin Ibrahims und fünf bis auf die Zähne bewaffnete Söldner anwesend. Darunter be

Ihm folgte eine Gruppe von Anzug tragenden Ministern, die rege in Bewegung waren. Der die heraustrat war die parlamentarische Delegation angeführt vom diktatorischen Präsidenten Ubulu. Die anderen Gruppen, die während des Gebet im Abstand von zwei Mahagonib, hatten warten müssen, weil kürzlich der Präsident ein Gesetz erlassen hatte, Bei Verstoß gegen diese Ordnung stand mindestens 10 Jahre Zuchthaus oder sofortiges erschießen, je nachdem welchem Wirtschaftsstand er angehörte.
Nachdem der Wohlstand herausgetreten war, folgte ihr der Geistliche mit seinem Ministranten -unter den Ministranten verbarg einer der schönsten Menschen des demokratischen Staates sein Anlitz unter einem Gucci-Baseball-Capy, welches vom Priester über den Finanzminister direkt vom Präsidenten durch einem…..

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